Ein Kind schreit. Laut, wütend und vollkommen ungebremst. Der weit aufgerissene Mund beherrscht das Porträt, während Rot, Blau und Violett im Gesicht auf einen beinahe sonnig gelben Hintergrund treffen. Die Aggression bekommt Farbe – und erstaunlich viel Schönheit.
„du bist ein böser Junge, geh in dein Kinderzimmer“ spielt mit der Vorstellung, jedes kindliche Gefühl müsse verstanden, begleitet und möglichst behutsam aufgefangen werden. Das Bild setzt dem die Lust an der Zumutung entgegen: Ein Kind darf auch einmal unausstehlich sein. Und die Erwachsenen dürfen es unausstehlich finden.